szmmctag
Suche blog.de

  • Werbung oder Der Anfang von "Neue Formen der Fernsehwerbung"

    Werbung im Fernsehen erfüllt heutzutage nicht mehr die gewünschte Wirkung. Sie wird meist als lästig empfunden und es gilt oft als sozial erwünschtes Verhalten, sich ihrer zu entziehen. Typisches Verhalten ist das Zapping, welches nicht nur die Benutzung der Fernbedienung zum Wechseln des Senders, sondern jedes Verhalten bezeichnet, durch welches die Aufmerksamkeit des Zuschauers von der Werbung abgelenkt wird, so z.B. den Raum zu verlassen, um sich ein Getränk zu holen oder die Toilette aufzusuchen. Der klassische Werbeblock als „Urform“ der Fernsehwerbung vermag nicht mehr zu leisten, was sich Werbetreibende davon versprechen. Andere Formen wurden entwickelt, um zunächst durch ihre Neuartigkeit aber auch durch ihre gesonderte Platzierung die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu erregen. Neben der „normalen“ Blockwerbung gibt es die verschiedensten Arten des Sponsoring, Werbung, die redaktionell aufgemacht wird, Teleshop-Sendungen, Split Screen Werbung oder virtuelle Werbung. Lange Zeit waren solche Formen der Werbung nicht möglich, da die gesetzlichen Auflagen an die Sender sehr restriktiv gestaltet waren. Erst durch eine Liberalisierung der gesetzlichen Anforderungen wurden manche Werbeformen ermöglicht.

    Was ist Werbung?

    „Werbung ist die Kunst, auf den Kopf zu zielen und den Geldbeutel zu treffen“
    [Vance Packard]

    Definition von Werbung:
    Brosius schreibt der Werbung im engeren Sinne im Hinblick auf diverse vorausgegangene Definitionsversuche folgende fünf konstituierende Merkmale zu. Demnach wird Werbung bestimmt durch den Gegenstand, das Ziel, die Instrumente, die Art der Kommunikation und den Kanal. Für die Fernsehwerbung, die sich per Definition als Kanal des Mediums Fernsehens bedient, leitet er weiter folgende Definition ab:
    „(Fernseh-) Werbung ist der absichtliche Versuch der Beeinflussung durch systematische und strategische Anwendung von Gestaltungstechniken.“
    [Brosius / Fahr (1996); S. 12]

    Rogge liefert eine allgemeinere Definition, wenn er sagt:
    „Werbung bezeichnet den Bereich des Marketing, der sich mit der Übermittlung von Informationen aus dem Unternehmen an den Markt bzw. die Markteilnehmer befasst.“
    [Rogge (2004), S. 13]

    Geschichte der Werbung:

    Der Beginn der Institutionalisierung der Werbung wird für den angelsächsischen Raum zu Anfang des 19. Jahrhundert festgemacht. Im Jahre 1800 wurde die erste Annoncen Expedition gegründet.
    Solche Annoncen Expeditionen beschäftigten sich zunächst mit der Vermittlung von Werberaum. Dieser wurde bei Zeitungsverlagen eingekauft und an Werbetreibende weiterverkauft. Mit der Zeit kamen weitere Dienstleistungen hinzu (z.B. die Gestaltung von Werbemitteln, Beratung, Anzeigenannahme, Übersetzung der Werbung in andere Sprachen und das Versenden der Druckvorlagen ins Ausland). In Deutschland kam es erst Mitte der fünfziger Jahre des 19. Jahrhunderts zur Gründung des ersten deutschen Annoncen-Bureaus. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts bekommt die Werbung (damals noch Reklame genannt) Unterstützung aus der Psychologie und es kommen erste Werbefachzeitschriften auf. Daneben trägt die Entstehung des Markenartikels mit dazu bei, dass sich eine Theorie der Werbung entwickelt, über die international diskutiert wird.
    Zum ersten großen, internationalen Werbekongress reist 1913 auch eine deutsche Delegation nach Baltimore. In der weiteren Entwicklung wurden die Werbevermittler zu Werbeberatern, womit dem Wunsch der Unternehmen nach unabhängigen Beratern Rechnung getragen wurde. Bisher wurden Werbeflächen eingekauft und gegen Provision weitervermittelt, so dass die Expeditionen darauf bedacht waren, ihre gepachteten Werbeflächen an den Kunden zu vermitteln. Etwaige erfolgversprechendere andere Werbemittel wie Plakatwerbung, Werbebrief oder Prospekt wurden somit ausgeschlossen und dem Kunden nicht angeboten.
    Das Arbeitsgebiet der Werbeberater wurde weiter aufgegliedert, so dass es Fachleute für Texte, Typographie und Illustration gab. In den zwanziger Jahren entstanden die ersten Lehrstühle für Werbewesen in den USA. Mitte der zwanziger Jahre kamen die ersten Werbeagenturen in Deutschland auf.
    [Vgl. Schierl (2003), S. 89-91]

    Fernsehwerbung
    Um die Geschichte der Fernsehwerbung zu beschreiben, ist es nötig, bei der des Hörfunks zu beginnen. Denn bereits bei der Planung des öffentlichen Rundfunks in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts standen die beiden Konzepte (Finanzierung durch Gebühren oder Finanzierung durch Werbung) zur Diskussion. Und obwohl sich das neue Medium Radio zunächst als einziges Finanzierungsinstrument der Rundfunkgebühren bedienen sollte, gab es schon früh Anfragen von Unternehmen an die Post, „Werbedurchsprüche“ senden zu können. Dabei gab es offiziell keine Werbung, sollte sich der Rundfunk nach dem Bestreben der Gründer doch als „Bildungs- und Unterhaltungsrundfunk“ etablieren. Insbesondere das Verlagswesen hatte die Gefahr des neuen Mediums erkannt und achtete penibel darauf. Eine finanzielle Beteiligung am neuen Medium durch Zeitungsverleger gab es nicht, so dass die (mit Ausnahme von Bayern) als Aktiengesellschaften fungierenden Programmanbieter ihre Aktionäre vorwiegend aus branchenfremden Gebieten rekrutierten. Die Entscheidung für eine Finanzierung durch Gebühren war zwar gefällt worden, doch bereits in der ersten Sendung der „Berliner Funkstunde AG“ in den frühen zwanziger Jahren wurde mit dem Hinweis, dass die Begleitung des Eröffnungskonzerts durch ein ‚Steinway-Flügel’ erfolgte, ein erstes Product Placement akustischer Art getätigt. Ebenso fand z.B. die Firma Erwähnung, die die Uhr hergestellt hat, von der die Zeitansage abgelesen wurde. So forderte im Mai 1924 das Reichspostministerium die Rundfunkanstalten auf, diese Reklame, die zu Beginn noch vertretbar gewesen sei, um die Kosten zu senken, zu unterlassen, zumal es durch die Gebühreneinnahmen unnötig sei, weitere Einnahmen durch Werbung zu erzielen. Doch zu diesem Zeitpunkt hatten die Sender in Berlin und Leipzig bereits gegen Gebühr „werbende Vorträge von 15 bis 20 Minuten Dauer“ verbreitet. Es kam zu Protesten seitens der Zeitungsverleger, welche den Durchbruch der Radiowerbung noch beschleunigten. Indem klare Regelungen für die Hörfunkwerbung geschaffen wurden, so dass diese nicht unbezahlt, nur am Vormittag und nicht an Sonn- und Feiertagen ausgestrahlt werden durfte, war der Kulturauftrag nicht mehr gefährdet und der Grundstein für die offizielle Zulassung von Werbung im Hörfunk gelegt. Es kam zur Gründung der ‚Deutschen Reichs-Postreklame GmbH’, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Reichspost, welche fortan die Abwicklung mit den werbenden Unternehmen übernahm. Den Sendegesellschaften kamen 20 Prozent des Reingewinns zu. Dafür sollten sie die Ausführung der Aufträge sicherstellen und für eine Eingliederung der Werbung in das Programm sorgen. Es kam zur Schaffung allgemeiner Richtlinien, nach denen politische und religiöse Werbung, sowie Werbung für Vergnügungsstätten und alkoholische Getränke verboten waren. Außerdem sollte Werbung als solche für den Hörer erkennbar sein. Bereits in den ersten Stunden der Rundfunkwerbung gab es unterschiedliche Werbeformen: Man unterschied damals zwischen Kurzsendungen, Werbevorträgen und Werbekonzerten.
    Kurzsendungen waren Einzeldurchsagen von höchstens einer Minute Dauer, die täglich in der Zeit zischen 18:20 und 18:30 ausgestrahlt wurden. Werbevorträge sollten interessant und wissenschaftlicher bzw. belletristischer Art sein. Bemerkenswert war, dass trotz der Richtlinie, dass Werbung als solche für den Hörer erkennbar sein sollte, sie in die Werbevorträge beiläufig eingebaut wurde. Diese Form der Hörfunkwerbung hatte eine Maximaldauer von 15 Minuten. Werbekonzerte unterlagen Sondervereinbarungen. Werbenden Unternehmen wurde die Wahl gelassen, ob sie ein eigenes Orchester stellen, von Platte spielen lassen oder die Berliner Funkkapelle engagieren wollten.
    Im Mai 1925 wurde die Reichs-Rundfunk-Gesellschaft mbH (RRG) als Dachorganisation gegründet und es kam zu ersten einheitlichen Regelungen für alle Regionalgesellschaften. So sollte vermieden werden, dass durch die Reklame die kulturelle Bedeutung des Rundfunks gefährdet würde, es sollten zusammenhängende Reklameblöcke mit begrenzter Dauer existieren, die Rundfunkwerbung sollte deutlich vom redaktionellen Programmteil getrennt und als solche erkennbar sein und es sollte kein Zweifel daran aufkommen, dass nicht der Sender, sondern der jeweilige Hersteller für seine Produkte warb.
    Zu Beginn der 30er Jahre hatten sich die technischen Bedingungen bereits verbessert. Radio musste nicht mehr über den Kopfhörer gehört werden, so dass nebenbei andere Tätigkeiten verrichtet werden konnten und durch die Möglichkeit, Werbung vorproduziert auf Schallplatte aufnehmen zu können, konnte sie vielerorts gleichzeitig ausgestrahlt werden. So waren bundesweite Kampagnen und die Schaffung eines akustischen corporate designs möglich.
    Mittlerweile gab es ca. 4 Millionen Gebührenzahler. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten waren die Einnahmen, die die Sender durch das Ausstrahlen von Werbespots erzielten, unwichtig. Die Finanzierung des Betriebs war ohnehin gesichert. Die Werbung im Radio nahm zugunsten der Werbung für den Rundfunk ab. Zum Jahresbeginn 1936 verbot das Propagandaministerium Rundfunkwerbung generell. In der Zeit des Krieges von 1939 bis 1945 war Werbung im Radio wegen der Mangelwirtschaft obsolet. Lediglich der „Volksempfänger“ wurde im Rundfunk beworben.
    Nach Ende des zweiten Weltkriegs wurden alle im Nationalsozialismus erschienenen Medien verboten. Die Alliierten errichteten eigene Sender in denen die angestellten deutschen Mitarbeiter mehr und mehr die Programmgestaltung übernehmen konnten. In den von Briten Nordwestdeutscher Rundfunk), Franzosen (Südwestfunk) und Amerikanern besetzten Zonen wurden zentrale Organisationen geschaffen, wobei die Amerikaner in jedem Land ihrer Zone eigene Rundfunkanstalten schufen (Bayerischer Rundfunk, Hessischer Rundfunk, Süddeutscher Rundfunk und Radio Bremen). Auch in der Nachkriegsphase herrschte Mangelwirtschaft, so dass zunächst kaum Anlass bestand, im Rundfunk Werbung zu senden. Die nach dem Krieg gebildeten Rundfunkanstalten finanzierten sich aus Gebühren, ein weiterer Aspekt, der gegen die Ausstrahlung von Werbung sprach. So war die erste Radiowerbung nach dem Krieg erst 1948 im amerikanischen Sender RIAS Berlin zu hören. Nach der Währungsreform war das Angebot an Waren wieder gestiegen und so begannen nach und nach die einzelnen Sender, Werbung in ihr Programm aufzunehmen. Bis 1954 war auch der letzte Sender dazu übergegangen und alle Rundfunkanstalten hatten sich in der „Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland“, kurz ARD zusammengeschlossen.
    [Vgl. Fischer / Westermann (2001); S. 4-16]

    Schnitt

    Warum heute neue Werbeformen nötig werden:

    Zapping:
    Als Zapping bezeichnet man das Umgehen von Werbung im Fernsehen durch Umschalten auf ein anderes Programm. Ursprünglich kommt das Verb zapping aus dem Comic Buck Rogers und bezeichnet das „Beseitigen von Unangenehmem“. Zapping kann jedoch auch synonym für jedes Vermeiden von Fernsehwerbung benutzt werden, also auch für das Vermeiden durch Abwesenheit oder das Beschäftigen mit anderen Dingen. Friedrichsen und Friedrichsen haben zu dieser Thematik herausgestellt, dass in der Literatur 4 Formen des Zappings unterschieden werden:
    - Mechanisches Zapping:
    Werbung im Fernsehen wird durch Wechseln des Kanals vermieden. Diese Form ist meist gemeint, wenn im allgemeinen Sprachgebrauch von Zapping die Rede ist. Das Wechseln des Programmkanals lässt sich weiter unterscheiden:
    o Sticken:
    Im Prinzip das Gegenteil zum Zapping, da man in einem Programm „feststeckt“. Es wird (fast) nicht umgeschaltet und somit auch die Werbung wahrgenommen.
    o Hopping:
    Beim Hopping wird zwischen mindestens zwei Sendungen hin- und hergeschaltet, um so mehr als ein Programm verfolgen zu können.
    o Flipping (Scanning):
    Vor dem eigentlichen Fernsehen werde alle Kanäle durchgeschaltet, um sich so über das Programmangebot zu informieren.
    o Switching (Gazing):
    Das Umschalten, um sich ein eigenes Programm aus den verschiedenen Programmteilen zusammenzustellen oder um bessere Programmalternativen zu finden wird als Switching bezeichnet. Dabei kann die Art unterschieden werden in Arrowing, bei dem mittels Programmdurchlauftasten (hoch / runter) umgeschaltet wird, und Jumping, bei dem gezielt Programme über die Programmwahltasten angesteuert werden.
    - Physisches Zapping:
    Die Werbeunterbrechung wird genutzt, um zum Kühlschrank zu gehen oder die Toilette aufzusuchen. Besonders bei hohem Involvement gegenüber dem eigentlichen Programm (dem redaktionellen Inhalt) ist solches Verhalten zu beobachten, da gezielt die Werbepause abgewartet wird, um diese Tätigkeiten dann auszuüben.
    - Psychisches Zapping:
    Die Aufmerksamkeit wird Während der Werbung anderen Tätigkeiten gewidmet. Es liegt nur ein geringes Medieninvolvement vor, so dass dem Fernseher in dieser Zeit kaum oder gar keine Beachtung geschenkt wird.
    - Zipping:
    Wird eine Sendung aufgezeichnet und die Werbeunterbrechung durch schnelles Vorspulen umgangen, so spricht man vom Zipping.

    In manchen Fällen wird sogar die Entscheidung für Pay-TV als Zapping bezeichnet, da hier ein Betrag gezahlt wird, um exklusive Programmangebote ohne Werbung empfangen zu können. Die anfänglich bei diesen Sendern gegebene Werbefreiheit hat aber mittlerweile (insbesondere bei Sportübertragungen) abgenommen, so dass eine Zuordnung zum Zapping fraglich ist.
    ________________________________________________________________________________

    Literatur:

    Brosius, Hans-Bernd; Fahr, Andreas (1996), Werbewirkung im Fernsehen - aktuelle Befunde der Medienforschung, München

    Fischer, Heinz D.; Westermann, Arne (2001), Knappe Geschichte der Hörfunk- und Fernsehwerbung in Deutschland, Hagen

    Friedrichsen, Mike (2004), Fernsehwerbung – quo vadis? Auf dem Weg in die digitale Medienwelt, Wiesbaden

    ohne Verfasser (2007) (a); SevenOne Media; neue Werbeprodukte 2007, Unterföhring; online unter: http://www.sevenonemedia.de/imperia/md/content/content/TopThemen/Werbeformen/Downloads/Neue_Werbeprodukte_2007_ohne_Videos.pdf

    Rogge, Hans-Jürgen (2004), Werbung, 6. Aufl., Ludwigshafen (Rhein)

    Schierl, Thomas (2003), Werbung im Fernsehen. Eine medienökonomische Untersuchung zur Effektivität und Effizienz werblicher TV-Kommunikation, Köln

  • Plattenschrank

    Eins meiner ersten Alben damals als kleiner Bub war "Guns'n'Roses: Appetite for Destruction". Meine allererste Platte war "Bad" von Michael Jackson und ich weiß noch, wie stolz ich damals, ich muß wohl so 10 gewesen sein, mit der Platte in der Tüte auf dem Rad nach Hause gefahren bin, um sie sogleich bei der Oma auf dem Plattenspieler zu spielen. Sie war natürlich nicht begeistert und beschwerte sich in üblicher Manier.
    Aber zurück zum G'n'R-Album. Als ich das kaufte war ich evtl. so 11 Jahre alt, ich weiß es aber nicht mehr genau, jedenfalls noch sehr jung, eigentlich noch zu gar keinem Rechtsgeschäft fähig und den Kauf einer Platte mit solch einem Cover
    guns\'n\'roses - appetite for destruction
    hätte man mir doch eigentlich nicht gestatten dürfen. Aber der hiesige Plattenladen hatte wohl mehr den Umsatz als den Schutz der zarten Seelen seiner Kunden im Auge. Womöglich wußte er auch genau Bescheid, erkannte sofort, daß ich der englischen Sprache noch viel zu unmächtig war, um den Texten auch nur irgendeinen, geschweige denn schädlichen Sinn entnehmen zu können.
    Erst Jahre später, ich war bereits ausgezogen, erkannte ich den Wert dieser Platte. Sie war ob des anstössigen Covers längst indiziert worden und stattdessen gab es nur ein langweiliges Kreuz auf schwarzem Grund mit den Köpfen der Bandmitglieder...
    Ich dachte mir also, die Platte müßte noch irgendwo sein. Tatsächlich hatte ich sie im Bauwagen im Garten eingelagert. Leider nicht fachgerecht. Im Bauwagen war es feucht, so daß die Platten, die ich zusammen stehen hatte, alle zusammen klebten. Und so kam es, daß die G'n'R-Platte neben der "Bad"-Platte stand und ich beim Ablösen der Appetite for Destruction leider das komplette Cover an die Platte von Michael Jackson abtreten mußte. So blieb mir nichts anderes übrig, als alles dem Müll zu überlassen. Doch zum Glück gibts heut das Internet und so kann ich mich dann doch noch an dem netten Cover laben und Kindheitserinnerungen fröhnen.
    Rock On!

  • Tücken im Alltag

    Ich komme aus dem Supermarkt, vier Tüten in der Hand,
    mit Obst, Gemüse, Zucker, Salz und Flaschenbier mit Pfand.
    Die Tüte reißt, die Milch läuft aus, der Eierkasten bricht,
    die Butter bringt eine Frau zu Fall, und landet im Gesicht
    von dieser Dame, die versucht dem Weißbrot zu entgeh´n,
    dabei hat sie den Fahrradfahrer scheinbar überseh´n.
    Der fährt geschickt am Ei vorbei, und bremst dann im Gelee,
    doch da die Dame ihn verfehlt, stoppt ihn erst ein Coupé.
    Der Salto durch das Faltverdeck gibt ihm zwar nicht den Rest,
    doch hat der gute Mann dabei die Handbremse gelöst.
    Das Auto war gut eingeparkt, trotzdem kommt es auf Trab,
    denn dieser Parkplatz wiederum geht links, rechts steil Berg ab.
    Zudem hat sich Olivenöl am Reifen gut verteilt,
    und eine Dose Cornedbeef das Bremspedal verkeilt.
    So fährt das Sportcoupé von selbst, denn Bremsen kann es nicht,
    und nach erstaunlich kurzer Zeit ist es schon außer Sicht.
    Der Radler steckt noch fest im Dach, und ist am Kopf lädiert,
    doch geht der gute Mann ja wohl von Bord wenn es gefährlich wird.
    Jetzt rutscht das Auto in den See, direkt auf ein Kanu,
    und fährt dadurch mit neuem Schwung auf eine Mauer zu.
    Der junge Mann springt gerade noch heraus aus dem Gefährt,
    und reißt dabei zwei Esel um, ein Zebra und ein Pferd.
    Die Wand gehört nämlich zum Zoo, durch den jetzt ungewollt,
    das führerlose Cabrio mit Tempo fünfzig rollt.
    Die Mauer kracht, zehn Papageien auf einem Pavillon,
    zu fünfzehntausend Mark das Stück, die fliegen gleich davon.
    Zu Fuß verlassen Dromeda, Kamel und Bär sofort,
    mit einem Königspinguin im Schlepp den Unfallort.
    Gefolgt von Löwe, Krokodil, Mandril und Kängeruh,
    auch Nilpferd, Panda, Pavian, Giraffe, Marabu,
    sie alle laufen in die Stadt und auf die Autobahn,
    das größte Chaos im Verkehr, das man sich denken kann.
    Das Auto übrigens bleibt stehen im Elefantenhaus,
    beim Aufprall geht die Hupe an und leider nicht mehr aus.
    Die Elefanten denken sich, „das muß ein Bruder sein!”
    und stimmen fast zwei Stunden lang in die Fanfare ein.
    Dann ist sie leer die Batterie, die Tiere sind K.O.,
    ein solches Open-Air Konzert gab´s lange nicht im Zoo.
    Jetzt sitz ich hier im Kurhotel im Sessel, ganz bequem,
    und rechne mal den Schaden aus, von vorne, woll´n mal seh´n:
    das Mißgeschick im Supermarkt, der Radler und die Frau,
    der Parkplatz wird rekonstruiert, und ist bereits im Bau,
    ein Mountenbike, ein Cabrio, Ferrari noch dazu,
    der See wird wohl neu angelegt, zwei Bäume, ein Kanu,
    die Mauer und der Pavillon, die teuren Papageien,
    ach ja das Elefantenhaus, das wird nicht billig sein.
    Was haben denn die Tiere noch so alles angestellt?
    Zweihundert Autos waren Schrott, ein Kaufhaus, ein Hotel,
    die Straßenbahn, der Hauptbahnhof sowie das Schauspielhaus,
    das sah am Ende doch alles recht mitgenommen aus.
    Dann kam ja noch die Bundeswehr und sammelte allein
    sechs Tage und sechs Nächte alle Tiere wieder ein.
    Jetzt hab ich alles mal notiert und ziehe einen Strich,
    dann wird das Ganze noch addiert... oh ha, das läppert sich.
    Das macht mir aber gar nichts aus, da mach ich mich nicht krumm,
    ich rufe nur Herrn Kaiser an, denn ich bin ja nicht dumm.
    Zum Glück bin ich versichert, und geht mal was entzwei,
    da wird nur kurz gekichert, dann kommt ein Herr vorbei,
    der sagt nur „Aber gerne!”, und zahlt die Reparatur,
    so kriegt man keinen Ärger, und jedes Jahr ´ne Kur.

  • Freedom

    Da ich mich zur Zeit an der Erstellung meiner Diplomarbeit zum Thema Web 2.0 und Unternehmenskommunikation befinde und demnach an Tom Alby nicht vorbeikomme, habe ich mich auch einmal seines Blogs angenommen.
    Dort habe ich einen Eintrag entdeckt, der das thematisiert hat, was auch mich viel Zeit und Konzentration kostet: mangelnde Disziplin!
    Leider komme ich bei solch einem Thema nicht daran vorbei, ständig Internetseiten nachzuschlagen, doch verliere auch ich mich dabei dann all zu oft im "daddeln". Nicht Online-Games oder sowas, eher im sinnfreien umhergucken im Internet, Emails checken, Abklappern der Social Networks, in denen ich Mitglied bin etc.
    Alby berichtet in seinem Blog von einem Tool namens Freedom, das einem für eine selbst bestimmte Dauer das WLAN abstellt, so daß solche Dinge einfach nicht mehr möglich sind. Um es zu umgehen, hilft nur ein Neustart, doch dazu sind die Hemmungen dann meist doch zu groß ;)
    Andererseits hat der Kommentator natürlich auch Recht, aber lest selbst...

  • so geht's

    Ich dachte immer, wenn man ein Blog verfasst, landet es automatisch in so Suchmaschinen wie technorati.com...
    Pustekuchen!
    Aber nach einer Anmeldung auf besagter Seite, kann man sein Blog "claimen".
    Diese sei nun hiermit
    Technorati Profile
    getan (ich hoffe, es funzt)...
    Ansonsten schreibe ich gerade über Podcasts. Weitere Kapitel, die ich heute noch fertig bekommen will lauten:
    Social Software
    UGC
    Mashups
    RSS, AJAX, XML
    und zu letzt noch das Kapitel über Chris Anderson's Long Tail zu Ende bringen.
    In diesem Sinne,
    Cheerio, Miss Sophie...
    PS: Wenn's Euch hier gefällt:
    Add to Technorati Favorites

  • Gelber Mittwoch...

    Mir ist etwas begegnet, daß ich selbst gerne als paranoide Spinnerei abtun würde, wäre da nicht ein Protokoll des Europa-Parlaments vom 14.01.1999, in dem beschrieben wird, wie sich dieses Parlament am 05.02.1998 mit dem sog. HAARP, Forschungsprogramm für hochfrequente Strahlenforschung (High Frequency Active Auroral Research Project) befasst hat.
    Aber lest selbst:

    "HAARP - Ein klimabeeinträchtigendes Waffensystem

    Am 5. Februar 1998 führte der Unterausschuß für Sicherheit und Abrüstung des Europäischen Parlaments eine Anhörung u.a. über HAARP durch. Vertreter der NATO und der USA waren eingeladen worden, nahmen jedoch an der Anhörung nicht teil. Der Ausschuß bedauert es, daß die USA keinen Vertreter entsandt hatten, der auf Fragen hätte antworten und die Gelegenheit nutzen können, zu dem vorgelegten Material Stellung zu nehmen.(22)

    HAARP, Forschungsprogramm für hochfrequente Strahlenforschung (High Frequency Active Auroral Research Project), wird gemeinsam von der Luftwaffe der USA und dem Geophysikalischen Institut der Universität Alaska, Fairbanks, durchgeführt. Auch in Norwegen laufen ähnliche Untersuchungen, ebenfalls in der Antarktis und auch in der früheren Sowjetunion.(23) HAARP ist ein Forschungsprojekt, bei dem mit einer bodengestützten Anlage mit einem Netz von Antennen, die alle mit einem eigenen Sender ausgestattet sind, Teile der Ionosphäre(24) mit starken Radiowellen erwärmt werden. Die erzeugte Energie heizt bestimmte Teile der Ionosphäre auf, was auch Löcher in der Ionosphäre und künstliche "Spiegel" herbeiführen kann.

    HAARP ist für viele Zwecke einsetzbar. Durch Manipulation der elektrischen Eigenschaften in der Atmosphäre lassen sich gewaltige Kräfte kontrollieren. Wird dies als militärische Waffe eingesetzt, können die Folgen für den Feind verhängnisvoll sein. Durch HAARP läßt sich ein fest umrissenes Gebiet millionenfach stärker mit Energie aufladen als mit irgendeiner anderen herkömmlichen Energiequelle. Die Energie läßt sich auch auf ein bewegliches Ziel ausrichten, u.a. auf feindliche Raketen.

    Das Projekt ermöglicht auch eine bessere Kommunikation mit U-Booten und die Manipulation der globalen Wetterverhältnisse. Aber auch das Gegenteil, eine Störung der Kommunikation, ist möglich. Durch Manipulation der Ionosphäre kann man die globale Kommunikation stören, gleichzeitig bleiben die Kommunikationsverbindungen des Anwenders erhalten. Eine weitere Nutzungsmöglichkeit des Systems ist eine Röntgenaufnahme der Erde bis in eine Tiefe von mehreren Kilometern (erddurchdringende Tomographie), um Öl- und Gasfelder aufzuspüren, aber auch unterirdisch stationierte Militäranlagen. Eine weitere Nutzung des HAARP-Systems ist Radar, das über den Horizont blicken und Objekte in großer Entfernung erfassen kann. Dadurch lassen sich nähernde Objekte jenseits des Horizonts ausmachen.

    Seit den 50er Jahren führen die USA Atomexplosionen im Van Allen-Gürtel durch(25), um zu erforschen, welche Auswirkungen der entstehende elektromagnetische Impuls in so großer Höhe auf Funkverbindungen und die Wirkungsweise von Radaranlagen hat. Diese Explosionen erzeugten neue Magnetstrahlengürtel, die fast um die gesamte Erde liefen. Die Elektronen bewegten sich auf magnetischen Feldlinien und erzeugten ein künstliches Nordlicht über dem Nordpol. Durch diese militärischen Versuche entsteht die Gefahr, daß der Van Allen-Gürtel für lange Zeit schwerwiegend gestört wird. Das Magnetfeld der Erde kann sich über großen Gebieten ausweiten und Funkverbindungen unmöglich machen. Nach Aussagen amerikanischer Wissenschaftler kann es Hunderte von Jahren dauern, bis der Van Allen-Gürtel wieder zu seinem normalen Zustand zurückfindet. HAARP kann Veränderungen der klimatischen Bedingungen bewirken. Das System kann auch das gesamte Ökosystem beeinträchtigen, insbesondere in der empfindlichen Antarktis.

    Eine weitere schwerwiegende Folge von HAARP sind die Löcher in der Ionosphäre, die durch die nach oben gerichteten starken Wellen entstehen. Die Ionosphäre schützt uns vor einfallender kosmischer Strahlung. Es besteht die Hoffnung, daß die Löcher sich wieder schließen, aber die Erfahrungen mit den Veränderungen der Ozonschicht deuten in die entgegengesetzte Richtung. Die schützende Ionosphäre weist also große Löcher auf..

    HAARP ist wegen der umfassenden Auswirkungen auf die Umwelt eine globale Angelegenheit, und es ist zu bezweifeln, ob die Vorteile dieses Systems wirklich die Risiken aufwiegen. Die ökologischen und ethischen Auswirkungen müssen vor weiteren Forschungsarbeiten und Versuchen untersucht werden. HAARP ist der Öffentlichkeit fast nicht bekannt, und es ist wichtig, daß die Bevölkerung davon Kenntnis erhält.

    HAARP steht in Verbindung mit 50 Jahren intensiver Weltraumforschung für eindeutig militärische Zwecke, beispielsweise als Teil des "Kriegs der Sterne", um die obere Atmosphäre und die Kommunikation zu kontrollieren. Solche Forschungsarbeiten sind als schwerwiegend umweltschädigend anzusehen, sie können unübersehbare Auswirkungen auf das Leben der Menschen haben. Niemand weiß heute mit Sicherheit, welche Auswirkungen HAARP haben kann. Der Geheimhaltung in der militärischen Forschung muß entgegengewirkt werden. Das Recht auf Öffentlichkeit und demokratische Kontrolle militärischer Forschungsprojekte und die parlamentarische Kontrolle müssen gestärkt werden.

    Eine Reihe internationaler Übereinkommen (Übereinkommen über das Verbot der militärischen oder sonstigen feindseligen Nutzung umweltverändernder Techniken, der Antarktis-Vertrag, der Vertrag über die Grundsätze zur Regelung der Tätigkeiten von Staaten bei der Erforschung und Nutzung des Weltraums einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper sowie das UNSeerechtsübereinkommen) lassen HAARP nicht nur unter humanen und politischen Aspekten, sondern auch unter rechtlichen Aspekten als äußerst zweifelhaft erscheinen. Der Antarktis-Vertrag schreibt vor, daß die Antarktis nur für friedliche Ziele genutzt werden darf.(26) Dies würde bedeuten, daß HAARP eine Verletzung des Völkerrechts darstellt. Alle Auswirkungen der neuen Waffensysteme müssen von unabhängigen internationalen Einrichtungen untersucht werden. Es sind weitere internationale Vereinbarungen anzustreben, um die Umwelt im Krieg vor unnötiger Zerstörung zu schützen.

    Einfluß militärischer Aktivitäten auf die Umwelt

    Nicht nur die militärischen Waffensysteme, sondern im Grunde alle militärischen Aktivitäten wirken sich in irgendeiner Form auf die Umwelt aus, auch Manöver in Friedenszeiten. Bei der Behandlung des Themas Umweltzerstörung jedoch ist die Rolle des Militärs praktisch nie angesprochen worden, nur die Auswirkungen der Zivilgesellschaft auf die Umwelt war Gegenstand von Kritik. Dafür gibt es mindestens zwei Erklärungen.(27) Die Geheimhaltung erschwert eine Diskussion über militärische Aktivitäten, und es ist schwierig, das größte Interesse eines Landes, nämlich seine Sicherheit und Verteidigung, gegen den Faktor Umwelt zu stellen. Heute, da Umwelt- und Naturkatastrophen eine schwerwiegende Sicherheitsbedrohung darstellen, erscheint auch dieses Argument zweifelhafter.

    Das Militär versucht, sich in Friedenszeiten unter möglichst realistischen Bedingungen auf seine Aufgaben im Krieg vorzubereiten. Dafür werden Manöver unter kriegsähnlichen Bedingungen durchgeführt, was große Belastungen für die Umwelt mit sich bringt. Dies zeigt beispielsweise der Rückzug der sowjetischen Truppen und die zurückgegebenen Militärbasen in Ost- und Zentraleuropa, die weitreichende Schäden in der Umwelt vor Ort verursacht haben. Militärische Übungen führen zu umfassenden Schäden an Landschaft und Fauna. Manöver bedeuten für große Gebiete eine starke Umweltzerstörung. Die Testgelände für Artillerie und taktische Geschosse beanspruchen große Flächen für die militärische Nutzung. Auch die Produktion von militärischer Ausrüstung und die Industrie, die militärische Produkte herstellt, verursachen erhebliche Umweltprobleme.

    Emissionen verschiedener klimabeeinträchtigender Gase, insbesondere Kohlendioxid, aber auch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und die Freisetzung von FCKW mit der damit verbundenen Zerstörung der Ozonschicht, sind auf das Militär zurückzuführen.(28) Besonders umweltschädigend sind in großen Höhen fliegende Flugzeuge und Raketen, sowohl in Form von Lärm- als auch von Treibstoffemissionen.(29) Alle Festbrennstoffraketen setzen große Mengen Salzsäure in den Abgasen frei, und bei jedem Flug mit einer Raumfähre werden etwa 75 t ozonzerstörendes Chlor freigesetzt. Auch der Lärm bei militärischen Übungen mit großkalibriger Munition kann Umweltbeeinträchtigungen verursachen.

    Bei Schießübungen kommt es zu einer Verunreinigung durch Metalle, die in die Natur gelangen, häufig wird die Natur durch große Mengen kleinkalibriger bleihaltiger Munition und erhebliche Mengen Blei belastet. Bedauerlicherweise gibt es keine umfassenden Informationen über den Metallverbrauch.

    In jüngerer Zeit sind die Folgen der Abrüstung in Form von Umweltproblemen in den Blickpunkt gerückt. Jedes Jahr werden große Mengen an explosiven Stoffen vernichtet, der Großteil davon industriell. Bei bestimmten Munitionsarten ist eine Beseitigung aus verschiedenen Gründen auf diesem Weg nicht möglich, hier muß die Zerstörung durch Sprengung erfolgen. Natürlich ist Abrüstung notwendig und positiv zu bewerten, aber sie muß in umweltverträglicher Form erfolgen. Für die Vernichtung von Waffen müssen umweltverträgliche Verfahren entwickelt werden.

    Mehrere Länder haben bereits damit begonnen, die Möglichkeiten für einen Einsatz militärischer Ressourcen bei der Wiederherstellung der Umwelt, die das Militär zerstört hat, zu nutzen. Jeder andere gesellschaftliche Sektor muß Umweltverantwortung übernehmen, und dies muß auch für den militärischen Sektor gelten. Umweltaspekte müssen, wie in allen anderen gesellschaftlichen Sektoren auch, Teil der Aktivitäten der Streitkräfte sein und in Entscheidungs- und Haushaltsverfahren einbezogen sein. Im Mai 1993 beschloß das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), die nationalen Regierungen aufzufordern, einzelstaatliche Gesetze für den Militärsektor festzulegen (Anwendung von Umweltnormen für militärische Einrichtungen). Finnland hat beispielsweise ein "Grünbuch" ausgearbeitet, um die Auswirkungen militärischer Aktivitäten auf die Umwelt zu regeln. Auch Schweden hat dies getan.(30) Außerdem hat Schweden im Juni 1996 gemeinsam mit den USA Umweltleitlinien für militärische Aktivitäten ausgearbeitet.(31) Das Militär soll Umweltziele und Maßnahmenvorschläge ausarbeiten, um zu einer geringeren Beeinträchtigung der Umwelt in Übereinstimmung mit der Agenda 21 und der Erklärung von Rio beizutragen.(32) Außerdem sollen die Länder Berichte vorlegen, in denen umweltbeeinträchtigende Faktoren im Militärsektor dargestellt werden. Umweltverträglichkeitsprüfungen sind durchzuführen, bevor neue Projekte begonnen und bevor Material für zivile und militärische Zwecke beschafft wird.

    Jede Regierung sollte ihren Umweltbedarf und die militärischen Ressourcen ermitteln, die für Umweltziele zur Verfügung stehen, nationale Umweltpläne aufstellen und einem geeigneten Organ bei der Europäischen Union oder den Vereinten Nationen einen Bericht über ihre Erfahrungen vorlegen.

    Das gesamte militärische Personal und auch die Wehrpflichtigen sollten eine grundlegende Ausbildung in Umweltkunde erhalten. Die amerikanische Armee wird als verhältnismäßig fortschrittlich im Umweltbereich angesehen, insbesondere was die Ausrüstung angeht, aber auch unter Ausbildungsaspekten. Die Europäische Union sollte stärker mit den USA zusammenarbeiten und Erfahrungen austauschen.

    Fußnoten:
    (22) () Dieser Abschnitt stützt sich auf die Ausführungen der Anhörung
    (23) () Dr. Nick Begich, Sachverständiger bei der Anhörung
    (24) () In der Ionosphäre befinden sich große schützende Magnetfelder, Van Allen-Gürtel genannt. Sie fangen geladene Teilchen auf (Protonen, Elektronen und Alphapartikel).
    (25) () 1958 ließ die Marine der USA drei Bomben mit spaltbarem Material in einer Höhe von 480 km über dem Südatlantik explodieren. Das Projekt wurde vom Verteidigungsministerium und der Atomenergiekommission der USA unter dem Codenamen Projekt Argus durchgeführt. Quelle: Dr. Rosalie Bertell.
    (26) () Artikel 1 Antarktis-Vertrag
    (27) () Amtliche Berichte der schwedischen Regierung SOU 1992: 104, S. 54
    (28) () Verteidigung und Umwelt, FM-Sektorbericht 1995, S. 8
    (29) () Nach Angaben des schwedischen Militärs wurden in einem Jahr 866 199 t Kohlendioxid freigesetzt, ibid S. 60.
    (30) () Handbuch Umwelt für das Militär
    (31) () Umweltleitlinien für den militärischen Sektor, unterstützt vom NATO-Ausschuß für die Herausforderungen der modernen Gesellschaft.
    (32) () Die Agenda 21 und die Erklärung von Rio sind die konkreten Ergebnisse der UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung, die 1992 in Rio de Janeiro stattfand."

    So etwas hätte ich nicht für möglich gehalten...
    Und natürlich war Niemand aus den USA oder von der NATO mit von der Partie, das ist doch mal wieder bezeichnend...

  • Synapsen-Ejakulat Oder: Deutschland ist im Viertelfinale, na und?!

    Haben sie es gestern also geschafft, "unsere" Jungs. Ganz toll! Großartig!
    Endlich mal wieder eine Vorrunde der EM gemeistert und doch kein zweites Cordoba...
    Und was bringt das?
    Hat dies etwa irgendeinen politschen Effekt oder wird dadurch irgendetwas besser in der Welt? Ein neues Nationalbewußtsein haben die Deutschen schon seit der WM im eigenen Land und nun "dürfen" sie mal wieder die Fahnen ans Auto klemmen, vom Balkon wehen lassen und sich die Haare schwarz-rot-gelb färben.
    Und dann die Hup-Konzerte...
    Warum freuen sich die Menschen so sehr? Haben sie irgendetwas erreicht?!

    Sehen sie denn nicht, daß Fußball nur der Gladiatorenkampf unserer Zeit ist?
    Viel Geld wird damit verdient, sei es mit Werberechten, Fan-Artikeln oder sonstwas.
    Und die Massen werden beschäftigt, um nicht auf andere Gedanken zu kommen. Und jeder steigt mit ein. Gibt es etwa noch andere Themen dieser Tage? Olle Kamellen werden aus der Kiste gezogen, die Geschichte wieder ausgepackt, doch alles dient nur der Unterhaltung...
    Passiert denn sonst nichts auf der Welt? Wer weiß denn schon, was der Bundestag zur Zeit mal wieder für Gesetze durchjagt, um die Ablenkung durch die EM oder die beginnende Urlaubszeit auszunutzen? Egal! "Fußball! Ficken! Alkohol!"

    Es ist für mich einfach nur lächerlich: Erst sitzen sie alle zu Hause oder stehen beim "public viewing", trinken brav Cola und überlegen sich, beim nächsten Autokauf vielleicht mal beim KIA-Händler vorbeizuschauen, dann steigen sie nach dem erfolgreichen Spiel "ihrer" Mannschaft ins alte Auto, fahren hupend durch die Stadt und verballern dabei sinnlos jenen Rohstoff, welcher nicht nur knapp, sondern auch noch schädlich für die Umwelt ist (Co2-Ausstoß, Klimawandel und Feinstaub!).
    Und gleich am nächsten Tag auf der Arbeit wird nach den Lobeshymnen auf die "eigenen" Jungs wieder über den hohen Ölpreis geflucht...
    Schön blöd!
    Schön blöd, nicht zu realisieren, daß die selben Unternehmen am ganzen Fußballrummel verdienen, die die Medien innehaben, mit denen sie die Aufmerksamkeit überhaupt erst darauf lenken!
    Schön blöd, nicht zu rallen, daß es die selbe Maschinerie ist, welche den Ölpreis mittels illegaler Kartelle und Preisabsprachen diktiert, indem sie behaupten, das Öl ist ganz knapp etc., die uns aber auf der anderen Seite Autos bauen und verkaufen, welche wider der Möglichkeit des Machbaren zu viel des ach so knappen Rohstoffs benötigen und damit die Umwelt mehr als nötig verschmutzen.

    Die Technologie, energieeffizientere Autos zu bauen oder alternative Energien zu nutzen ist doch vorhanden. Nur warum wird sie nicht genutzt?
    Weil die Interessen der Ölindustrie und all der damit verbundenen Unternehmen dagegen stehen. Denn noch lässt sich eine Menge Geld mit dem knappen Gut verdienen. Und Geld ist Macht und diese Macht ermöglicht eine so weitreichende und umfangreiche Lobbyarbeit, daß selbt die von uns "gewählten" Politiker nicht frei in ihren Entscheidungen sind und sich so zu willfähigen Marionetten der Industrie machen lassen.

    Ich bin nicht stolz, deutscher zu sein, lediglich froh, hier geboren zu sein und nicht in der Wüste. Es sind nicht "meine" Jungs, auch haben "wir" nicht gewonnen, sondern lediglich die 13 Spieler der deutschen Nationalmannschaft, die gestern gegen eine Auswahl von österreichischen Fußballspielern 90 Minuten lang einem Ball hinterherjagten.

    Ich war kurz nach dem Spiel auf der Straße und habe gesehen, wie die Leute den Sieg feierten.
    Für den gestrigen Erfolg der deutschen Nationalmannschaft habt ihr nichts getan, also warum seid ihr so froh darüber und stolz darauf?
    Es schien mir alles ein Mix aus Mitläufertum, endlich ausbrechen dürfendem Nationalbewußtsein / -Stolz und dem Genuß alkoholischer Getränke zu sein.
    Ich will gar nicht behaupten, daß die WM die lange gehemmte patriotische oder rechte Ader in den Deutschen wiederbelebt hat.
    Die meisten waren nur froh, endlich mal den Stolz zu zeigen, den sie für das Land empfinden, in dem sie wohnen. Lange war das tabu.
    Ich denke, viele sahen sich einfach nur benachteiligt zu anderen Ländern, die ungeniert ihre Flagge preisen und bejubeln konnten und sei es nur im Zusammenhang mit Fußball, und wollten dem nicht aus Rücksicht auf eine Geschichte, die sie nicht begangen haben, nachstehen müssen.
    Man sollte aber vielleicht doch mal fragen, ob und wenn wie stolz man auf ein Land sein kann, abgesehen von der Leistung seiner Spitzensportler.
    Vielmehr sollte das Augenmerk auf die Lenker und Verantwortlichen gelegt werden und die Entscheidungen, die sie für diese Gesellschaft im innen- wie im außenpolitischen Bereich treffen.
    Würden hier nachhaltig sinnvolle, nicht nur die eigenen nationalen oder gar privatwirtschaftlichen Interessen berücksichtigende Entscheidungen gefällt und eine Politik gemacht, die eine gemeinsame globale Lösung der gegenwärtigen Probleme der Menschheit anstrebt, wären das Gründe, auf das Land, dessen Staatsbürgerschaft man trägt, stolz zu sein.
    Und das lässt sich auch nicht in den Ausgaben für Entwicklungshilfe bemessen.

    Was bin ich doch für ein Weltverbesserer ;)

    In diesem Sinne: Carpe Diem!

  • zweiter Eintrag

    Nun ist mein erster Eintrag bereits 520 Tage alt und hat keine Kommentare erhalten, warum auch? Dachte zwar, daß ich mit dem Thema Musik und einem Text zum damals aktuellen Album von Madonna ein bischen Aufmerksamkeit errege, aber Pustekuchen. Lustigerweise schreibe ich mittlerweile eine Diplomarbeit über genau das hier: nämlich über Web 2.0, Blogs, Wikis, Social Software, Podcasts etc... Doch habe ich gerade mal wieder gar keine Zeit, zu schreiben, die Einkäufe liegen unausgepackt in der Küche und sowieso, wer hat denn schon Zeit in dieser hektischen Zeit..?
    Mal sehen, ob jemand drauf aufmerksam wird, wenn ich wie wild mit Tags um mich werfe...
    Werde aber bald weitermachen, denn es gibt noch viel zu erzählen...

  • Mucke

    Mein erster Blog! Man, bin ich aufgeregt...
    Nur, worüber schreiben

    Höre gerade das aktuelle Madonna-Album (Confessions on a Dancefloor) und wundere mich, dass sie daraus bereits drei Singles ausgekoppelt hat, nämlich die ersten drei Lieder (Hung Up, Get Together und Sorry). Dabei ist das Album doch irgendwie nur so, na ja, dancefloor eben...

    Ich möchte die Gelegenheit nutzen und einen weit verbreiteten Irrtum aus der Welt zu schaffen helfen: "Ab in den Süden", der Sommerhit aus 2003 (ja, so lang ist's her) ist nicht, wie viele immer denken, von "Seeed", sondern von "Buddy VS The DJ Wave".

    Auf bald

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen vom Blog-Inhaber, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.